|
| |||
Nuraghen
|
| Diese prähistorischen Denkmäler stammen aus der Bronze- und Eisenzeit, Schaffung um ca. 1500 vor Chr. Die meist kegelförmigen Bauten wurden aus grossen Basaltsteinen ohne Mörtel errichtet. Die Haupttürme waren umgeben von Befestigungswällen, kleineren Türmen und manchmal auch von Hütten. Die Türme wuchsen im Laufe der Jahrhunderte zu bis zu vierstöckigen Festungstürmen empor. |
Gänge, Schiessscharten und Treppen bildeten ein perfektes System zwischen Wohnräumen und Verteidigungsposition. Eine eigene Wasserversorgung mit einem Brunnen war durchaus üblich. Über 7000 Nuraghen finden sich auf der gesamten Insel. Niemand weiss heute genau ob sie als Wachtürme, Kultstätten oder Verteidigungsanlagen dienten. Die am besten erhaltenen Nuraghen sind:
- Nuraghe Losa - an der SS 131, etwa 30 km nordöstlich von Oristano, bei Abbasanta Nuraghe di Palmavera - 11 km westlich von Alghero
- Nuraghe Su Nuraxi - bei Barumini
- Nuraghe Santu Antine - bei Torralba
- Nuraghe Serra Orrios - bei Dorgali
- Nuraghe Genna Maria - bei Villanovaforru
- Nuraghe Albucciu - bei Arzachena
- Nuraghe Cabu Abbas - bei Olbia
- Nuraghe Su Tesoru - bei Castelsardo
![]()
Grotten
|
| Sardinien wird von einem riesigen und grösstenteils noch unerforschten Höhlen- und Grottensystem durchzogen. Nur wenige Grotten wurden bisher touristisch erschlossen. Die schönsten Grotten und Tropfsteinhöhlen kann man per Boot oder auch zu Fuss besichtigen:
|
- Grotta del Bue Marino - Cala Gonone
- Grotta di Ispinigoli - bei Dorgali
- Grotta di Marmuri - bei Ulassai
- Grotta di Nettuno - bei Alghero
- Grotta Is Zuddas - bei Teulada
- Grotta Su Mannau - bei Fluminimaggiore
![]()
Riesengräber
|
| Sie stammen aus der gleichen Epoche wie die Nuraghen und werden auch Gigantengräber genannt. Den Eingang eines solchen Grabes bildet ein riesiger Monolithstein, oft über 4m hoch und mit Einritzungen verziert, das Grab selbst kann eine Länge von bis zu 10 m und mehr erreichen. Bis zu 100 Einzelgräber wurden in so einem tomba di giganti untergebracht, ganze Sippen fanden hier Platz. |
- Tomba di Giganti S'Ena e Tomes - bei Dorgali
- Tomba di Giganti di Su Monte' e S'Abe - bei Olbia
![]()
Archäologische Ausgrabungen
Jede der vielen Kulturen, die Sardinien im Laufe der Zeit besiedelt oder besetzt haben, hat ihre Spüren hinterlassen. Einige grosse und kleine archäologische Stätten, die besichtigt werden können:
|
|
|
- Nora - halb im Meer versunkene Ausgrabungsstätte in der Nähe von Pula, südlich von Cagliari. Wunderschöne Mosaikböden, Überreste eines Äskulaptempels uvm.
- Insel Sant'Antioco - auf der ganzen Insel finden sich phönizisch-punische Ausgrabungsstätten
![]()
Kirchen & Co
|
|
|
- Cattedrale Santa Maria - gotisch-katalanische Kirche in Alghero, die während der Sarazenenzeit auch schon als Moschee dienen musste.
- Santa Maria del Regno - Basilika mit dunkler Fassade, die ihr den Beinamen "schwarzer Dom von Ardara" einbrachte. Liegt bei Ardara.
- San Nicolo di Quirra - einzige romanische Backsteinkirche Sardiniens, liegt an der Costa Rei, kurz vor Quirra.
- San Salvatore - kleine Wallfahrtskirche in der Nähe von Oristano (Richtung Sinis). Umgeben von Pilgerhäusern liegt sie über einem ehemaligen nuraghischen Brunnenheiligtum.
- San Giovanni di Sinis - eine der ältesten Kirchen Sardiniens, auf der Halbinsel Sinis gelegen. Schlichte Fassade und archaisch anmutender Innenraum.
- San Gavino - in Porto Torres ist ein seltenes Beispiel für eine Kirche mit zwei Apsiden.
![]()
Museen
- Garibaldi Museum auf der Insel Caprera im La Maddalena Archipel - allerhand Sehenswertes und viele Erinnerungsstücke aus dem Leben des Giuseppe Garibaldi. Sein Landgut ist heute eine Kultstätte und das meistbesuchte Museum Sardiniens. An seinem Todestag (02.06.) findet hier alljährlich ein feierlicher Festakt statt.
- Archäologisches Museum in Pula - es werden u.a. die in Nora gefundenen Keramiken ausgestellt. Die Eintrittskarte ist auch für die Ausgrabungsstätte in Nora gültig (und umgekehrt).
- Archäologisches National Museum in Cagliari. Die bedeutendste Sammlung prähistorischer und historischer Funde, u.a. kann man hier Bronzefiguren aus der Nurgahenzeit besichtigen.
- Museo del Tesoro e Area archeologica di Sant'Eulalia in Cagliari, wird auch Mutseu genannt. Im Untergrund der Kirche Sant'Eulalia kann man einen Teil einer römischen Stadt besichtigen, die hier ausgegraben wurde.
- Museo Deleddiano - in Nuoro, der sardischen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Grazia Deledda gewidmet.
- Ethnographisches Museum - in Nuoro, das reichhaltigste Volkskundemuseum der Insel. Zeigt Alltagsgegenstände, Trachten, Werkzeuge, Musikinstrumente, verschiedene Handwerke und Kunst der sardischen Kultur.
![]()
Sonstiges
Sardinien hat viele schöne und interessante Ecken. Hier noch einiges "Sehenswertes" das man nicht verpassen sollte:
|
|
|
|
|
|
|
- Orgosolo - ist wohl das berühmt-berüchtigste Dorf der Insel. Raubüberfälle, Kidnapping, Mord - alles war hier an der Tagesordnung. Bekannt ist das Dorf aber auch durch seine Murales - lebensgrosse Malereien an den Häuserfassaden die heute eher dekorativen als politischen Zwecken dienen.
- Su Gologone - ca. 8 km östlich von Oliena entspringt hier die stärkste und schönste Quelle Sardiniens. Oberhalb des Sees steht eine kleine Kirche mit einer Aussichtsplattform.
- La Maddalena - reizendes Hafenstädtchen im La Maddalena Archipel. Schöne Altstadt mit Fussgängerzone, aufwändig renovierten Palazzis, gediegener Palmenpromenade und lebendiger Markthalle. Nicht zu vergessen der Jacht- und Sporthafen.
- Capo d'Orso - der berühmte Bärenfelsen in der Nähe von Palau. Riesige Granitformation in Form eines Bären. Man kann ihn zu Fuss erklimmen (20 min Wanderung) und hat von hier oben einen sensationellen Blick über die nördliche Küste.
- Arbatax - die roten Felsen von Arbatax. Sie sind kleiner als man erwarten würde, aber es lohnt es sich ein Blick auf die Felsen zu werfen, um das Zusammenspiel der Farben von Wasser und Felsen zu bewundern.
![]()










